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Naturgefahren · Hauskauf

Naturgefahren beim Hauskauf prüfen

Hochwasser, Rutschung, Lawine, Steinschlag: Die Kantone haben die Schweiz weitgehend kartiert; Stand und Freigabe sind je Kanton verschieden. Vor dem Kauf lohnt sich der Blick auf diese Karten, denn die Zone bestimmt, was du bauen darfst und was die Versicherung verlangt.

Was die Gefahrenkarten zeigen

Die kantonalen Gefahrenkarten stufen jede Fläche nach dem Gefährdungsgrad ein, getrennt nach Prozess: Hochwasser, Rutschung, Sturzprozesse wie Steinschlag, und Lawinen. Die Farben sind schweizweit gleich:

FarbeGefährdungBedeutung
RoterheblichMenschen sind auch in Gebäuden gefährdet. In der Regel Bauverbot für Wohnbauten.
BlaumittelBauen ist mit Auflagen möglich, zum Beispiel Schutzmassnahmen am Gebäude.
GelbgeringHinweis auf Gefährdung, meist ohne Bauauflagen, aber relevant für Keller, Tiefgarage und Versicherung.
Gelb-weiss gestreiftRestgefährdungSehr seltene Ereignisse, etwa bei extremem Hochwasser.

Was in einer Zone gilt, legt das kantonale Recht fest. Bei blauer oder roter Zone lohnt sich vor dem Kauf ein Gespräch mit der Gemeinde und der kantonalen Gebäudeversicherung.

Mehr als die Gefahrenkarte

Hochwasser-Gefahrenkarte am Verkehrshaus Luzern im SunPlot-Bericht
Hochwasser-Gefahrenkarte des Kantons Luzern über dem 3D-Modell: Die Farbe am Haus zählt, nicht die im Quartier.
Der Prüfer zeigt, welche Daten SunPlot an dieser Adresse nutzen kann. Ohne Anmeldung, ohne Kauf.

Wo die Karten verfügbar sind

Die Gefahrenkarten gehören den Kantonen. SunPlot zeigt sie für 23 Kantone direkt am Objekt, mit Quelle und Datenstand. Nidwalden und Obwalden haben die Freigabe noch nicht erteilt, der Kanton Waadt verlangt Gebühren und ist nicht enthalten. Oberflächenabfluss, Erdbeben, Hagel und Grundwasser stammen vom Bund und sind schweizweit dabei. Der Prüfer zeigt dir vor dem Kauf, was an deiner Adresse vorliegt.

Die Karten sind Planungsgrundlagen der Behörden, keine Garantie. Ob ein Gebäude konkret gefährdet ist, hängt auch von Bauweise, Kellerhöhe und Schutzmassnahmen ab. Bei roter oder blauer Zone empfiehlt sich eine Fachberatung.

Kurz beantwortet

Wo sehe ich, ob ein Haus in einer Gefahrenzone liegt?

In der Gefahrenkarte des Kantons. SunPlot legt sie für 23 Kantone über das 3D-Modell der Adresse und nennt die Stufe am Haus: rot erheblich, blau mittel, gelb gering, gelb-weiss Restgefährdung. Dazu Oberflächenabfluss, Erdbeben und Hagel vom Bund.

Was bedeutet die blaue Zone in der Gefahrenkarte?

Mittlere Gefährdung. Bauen ist möglich, in der Regel mit Auflagen wie Schutzmassnahmen am Gebäude. Welche Auflagen gelten, bestimmt das kantonale Recht; die Gemeinde und die Gebäudeversicherung geben Auskunft.

Ist Oberflächenabfluss dasselbe wie Hochwasser?

Nein. Oberflächenabfluss ist Regenwasser, das bei Starkregen über das Gelände fliesst, auch ohne Bach in der Nähe. Die Gefahrenkarten erfassen ihn nicht, darum zeigt SunPlot die Karte des Bundes dazu.

Sonne, Schatten und Lage an deiner Adresse, in 3D.

Einzelbericht CHF 49, Link per E-Mail in der Regel innert 24 Stunden. Grundlage: offene Geodaten von Bund und Kantonen.

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