Was ein Schattendiagramm ist
Ein Schattendiagramm zeigt auf einem Plan, welche Flächen ein geplantes Gebäude an einem Stichtag über den Tag beschattet. Für jede Stunde wird der Schatten des Baukörpers auf die Nachbargrundstücke gezeichnet. Daraus lässt sich ablesen, welches Nachbarhaus wie lange im Schatten liegt. Das Diagramm ist Bestandteil des Baugesuchs, wenn die Bauordnung es verlangt, in der Regel bei Hochhäusern.
2-Stunden-Schatten und 3-Stunden-Schatten
Die Begriffe bezeichnen die zulässige Beschattungsdauer: Ein Gebäude darf bewohnte Nachbarbauten an den massgebenden Stichtagen nicht länger als zwei beziehungsweise drei Stunden beschatten. Der Wert und die Stichtage sind kantonal geregelt.
Kanton Zürich
- Als Hochhaus gelten Bauten mit einer Gebäude- oder Fassadenhöhe von mehr als 25 Metern.
- Bewohnte Gebäude sowie bebaute und überbaubare Flächen in Wohnzonen dürfen an den mittleren Wintertagen nicht länger als drei Stunden beschattet werden.
- Mittlere Wintertage sind der 3. November und der 8. Februar.
- Der Nachweis erfolgt mit einem Schattendiagramm, das die drei Stunden längster Verschattung an diesen Tagen zeigt. Grundlage sind das Planungs- und Baugesetz und die Allgemeine Bauverordnung.
Andere Kantone und Gemeinden kennen eigene Grenzwerte und Stichtage. Der Begriff 2-Stunden-Schatten ist in der Praxis verbreitet. Massgebend ist immer das kantonale Baugesetz zusammen mit der Bauordnung der Gemeinde. Bei Zweifeln gibt die Bauverwaltung Auskunft.
Besonnung und Besonnungsnachweis
Neben dem Schatten des neuen Gebäudes wird bei manchen Vorhaben die Besonnung der neuen Wohnungen selbst beurteilt: Erreicht die Wintersonne die Wohnräume überhaupt? Für solche Nachweise gibt es Fachbüros, die mit dem Terrainmodell, den Nachbarbauten und der Sonnenbahn rechnen. Auch hier gilt: Was verlangt wird, steht in der Bauordnung und in den Auflagen der Baubewilligungsbehörde.
Was SunPlot als Vorabklärung leistet
SunPlot berechnet für eine bestehende Adresse den Sonnenverlauf und den Schattenwurf mit den amtlichen Gebäude- und Geländedaten der Schweiz, für jeden Tag und jede Uhrzeit. Datum und Uhrzeit lassen sich frei wählen, also auch der 3. November oder der 8. Februar. Der Bericht zeigt, welche Nachbarbauten heute Schatten auf ein Grundstück werfen, wie lange, und aus welcher Richtung die Sonne kommt.

Typische Fragen, die der Bericht vorab beantwortet
- Welche Nachbarbauten beschatten das Grundstück im Winter, und wie lange?
- Wie viele Sonnenstunden hat eine Parzelle am 21. Dezember, am 3. November, im ganzen Jahr?
- Wo auf dem Grundstück liegt die sonnigste Stelle für Sitzplatz, Terrasse oder Garten?
- Wie sieht die Aussicht von den einzelnen Fassaden und Etagen aus?
Kurz beantwortet
Was ist ein Schattendiagramm?
Ein Plan, der für einen Stichtag stundenweise zeigt, welche Nachbarflächen ein geplantes Gebäude beschattet. Er ist Teil des Baugesuchs, wenn die Bauordnung ihn verlangt, in der Regel bei Hochhäusern.
Was bedeutet 2-Stunden-Schatten oder 3-Stunden-Schatten?
Die zulässige Beschattungsdauer bewohnter Nachbarbauten an den massgebenden Stichtagen. Im Kanton Zürich gilt für Hochhäuser über 25 Metern: an den mittleren Wintertagen, dem 3. November und dem 8. Februar, nicht länger als drei Stunden. Andere Kantone haben eigene Werte.
Ist der SunPlot-Bericht ein Schattendiagramm fürs Baugesuch?
Nein. Der Bericht zeigt den bestehenden Zustand aus amtlichen 3D-Daten, ohne geplante Gebäude und ohne kantonale Darstellungsvorgaben. Er eignet sich als Vorabklärung, bevor ein Fachbüro den formellen Nachweis erstellt.